Board of Airline Representatives in Germany und Frankfurt UAS sind Partner

Die Kooperation mit dem Interessenverband BARIG stärkt die Ausbildung für Führungskräfte in der internationalen Luftfahrt.

Das Board of Airline Representatives in Germany (BARIG), gemeinsamer Interessenverband von mehr als 100 Fluggesellschaften in Deutschland, und die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) sind nun Partner. Als erste „Academic Partnership“ des BARIG ist die Kooperation insbesondere bedeutsam für das berufsbegleitende MBA-Studienprogramm Aviation and Tourism Management.

„Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der Frankfurt UAS, welche zu den sechs größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland gehört“, betont BARIG-Generalsekretär Michael Hoppe. „Es liegt in unserem ureigenen Interesse, dass junge Führungskräfte in der internationalen Luftfahrt eine optimale Ausbildung erhalten. Zugleich eröffnet sich den Mitarbeitern unserer weltweiten Mitglieder die Möglichkeit, Executive Education am so wichtigen Luftverkehr-Drehkreuz Frankfurt voranzutreiben.“

„Wir begrüßen einen der weltweit größten nationalen Airline-Verbände als weiteren wichtigen Branchenpartner“, so Prof. Dr. Karl-Rudolf Rupprecht, Fachbereich 3 – Wirtschaft und Recht, Studiengangsleiter Aviation and Tourism Management. „Mit seinen Airline-Mitgliedern aus allen Teilen der Erde kann BARIG unseren Studierenden wertvolle Einblicke in die internationale Welt des Luftverkehrs geben, wichtiges Know-how vermitteln und Prozesse erläutern. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Partnerschaft, von der alle Beteiligten profitieren werden.“

Der MBA-Studiengang Aviation and Tourism Management mit ca. 18 internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmern findet im House of Logistics and Mobility (HOLM) in unmittelbarer Nähe zum Flughafen Frankfurt statt. Weitere Module werden bei Partner-Universitäten in Athen, Huddersfield und Singapur durchgeführt. Der MBA richtet sich auch an Berufserfahrene, die bisher keinen akademischen Abschluss haben. Die Absolventinnen und Absolventen werden für anspruchsvolle Führungspositionen in der Luftfahrtbranche qualifiziert. Zu den renommierten Partnern des Studiengangs gehören unter anderem die Deutsche Flugsicherung, die Fraport AG, der Flughafen München und jetzt auch BARIG.

Weitere Informationen zum Thema in der Pressemitteilung.

OP-Barometer 2019: Stress im OP-Bereich lässt Patientengefährdung steigen

Personalknappheit ist laut Befragung von OP- und Anästhesie-Pflegekräften hauptverantwortlich.

Ebenso wie in stationären Bereichen der Krankenhäuser ist das Thema Personalknappheit auch ein zunehmendes Problem in OP-Bereichen deutscher Krankenhäuser. Dies ist eine zentrale Aussage des OP-Barometers 2019, dessen Ergebnisse jetzt vorliegen. Das OP-Barometer ist eine Befragung von Pflegekräften aus der OP- und Anästhesiepflege, die 2019 bereits zum siebten Mal durchgeführt wurde und die – mit diesmal 1.633 Befragten – als größte dieser Art in Deutschland gilt. Durchgeführt wird sie vom Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) an der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS).

Zwischenüberschrift

„Auffallend ist, dass es nicht nur quantitative Faktoren sind, die das Thema Personal betreffen, sondern eben auch vermehrt qualitative Aspekte der Zusammenarbeit und der Wertschätzung des Arbeitsplatzes“, sagt Prof. Dr. Thomas Busse, Direktor des ZGWR. So geben nur ca. 39 Prozent der Befragten an, ausreichend Personal zu haben, um die anfallenden Tätigkeiten bewältigen zu können – 2017 waren es mit 28 Prozent allerdings noch weniger. 46 Prozent empfinden Konflikte am Arbeitsplatz als erschwerend und mehr als 52 Prozent meinen, dass das Thema Mobbing an ihrem Arbeitsplatz eine Rolle spielt (gegenüber 38 Prozent in 2017). Diese Zahlen führen laut Busse zu einer verstärkten Abkehr vom Arbeitsplatz im OP-Bereich und zu einer weiteren Entfremdung vom jeweiligen Arbeitgeber. „Wenn über 63 Prozent angeben, unter einem hohen Krankenstand zu leiden, mehr als 64 Prozent den Arbeitgeber bei einem guten Angebot wechseln oder weit über 54 Prozent den Beruf nicht mehr im gleichen Krankenhaus ausüben würden, so spricht dies eine deutliche Sprache“, ergänzt Busse. Fachlich gesehen seien im Übrigen nur ca. 63 Prozent der Befragten bereit, sich im eigenen Krankenhaus operieren lassen.

Diese schwierige Personalsituation führt für das Pflegepersonal in den OP-Bereichen zu vermehrtem Stress. Nicht nur, dass die personelle Beanspruchung noch verfügbarer OP-Pflegekräfte stetig steigt, auch qualitative Leistungsaspekte spielen inzwischen eine wesentliche Rolle. Der medizinische Fortschritt, immer komplexere Operationsmethoden und ein älter werdendes Patientenklientel erfordern hochspezialisierte Pflegekräfte, die dem Markt aber kaum noch zur Verfügung stehen. Somit verwundere die Aussage nicht, dass fast die Hälfte der Befragten eine zunehmende Patientengefährdung aufgrund der aktuellen Personalsituation sieht. Wichtig ist für Busse aber festzuhalten, dass es nach Datenlage aus dem OP-Barometer 2019 große Unterschiede im Hinblick auf Personal und Patientengefährdung in den unterschiedlichen Krankenhäusern zu geben scheint. „Manche Krankenhäuser haben eben in den letzten Jahren ihre Hausaufgaben gemacht, andere wohl eher weniger“, resümiert Busse und rät, „genau hinzuschauen, in welchem Krankenhaus man sich operieren lässt“.

Das OP-Barometer ist eine alle zwei Jahre vom ZGWR durchgeführte Befragung zur Arbeitssituation von Pflegekräften im Operations- und Anästhesie-Bereich an deutschen Krankenhäusern. Die aufbereiteten Ergebnisse des OP-Barometers 2019 können ab der 6. KW unter https://frankfurt-university.de/op-barometer abgerufen werden.

Weitere Informationen zum Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR) der Frankfurt UAS unter: www.frankfurt-university.de/zgwr

Mit Gamification ans Ziel

Forschungsprojekt SG4Mobility erprobt App für mehr Bewusstsein für nachhaltige Mobilität im städtischen Raum mit spielerischen Ansätzen

Gerade im urbanen Raum wird der Ruf nach nachhaltigen Verkehrslösungen immer lauter. Doch wie bewegen sich die Bewohner/-innen im städtischen Raum fort und wie kann man ein Bewusstsein für nachhaltige Mobilität schaffen? Im Forschungsprojekt „Umweltfreundliches Mobilitätsverhalten und Gesundheitsförderung mit Serious Games – SG4Mobility“ wurde mittels Aktivitätserkennung über das Smartphone die Mobilität von Personen in Offenbach am Main erfasst. Dadurch konnte einerseits die Mobilitätsanalyse durch konkrete Mobilitätsdaten verbessert werden und andererseits, einzelnen Nutzerinnen und Nutzern ihre persönliche Mobilität veranschaulicht werden, um das umweltfreundliche Mobilitätsverhalten spielerisch zu fördern. Im Rahmen des Projekts wurde hierfür eine App entwickelt, die Aktivitätserkennung und sogenannte Gamification‐Ansätze vereint. Durchgeführt wurde das Projekt von dem Fachgebiet Multimedia Kommunikation der TU Darmstadt, der Fachgruppe Neue Mobilität der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), der wer denkt was GmbH sowie der Rösch & Associates Information Engineering GmbH.

Zwischenüberschrift

„Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat bereits im Kurzreport ‚Mobilität in Deutschland‘ prognostiziert, dass der Verkehr bis 2030 trotz abnehmender Einwohnerzahl deutlich zunehmen wird. Gerade darum ist es wichtig, ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit im Personenverkehr zu schaffen“, betont Prof. Dr.-Ing. Petra K. Schäfer, Professorin für Verkehrsplanung am Fachbereich Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik sowie Leiterin der Fachgruppe Neue Mobilität an der Frankfurt UAS. „Zu den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln zählen nicht-motorisierte Verkehrsträger, also zu Fuß gehen und Radfahren, als auch öffentliche Verkehrsmittel, das heißt Bahn, Bus und Taxis, sowie das Carsharing und Mitfahrgelegenheiten.“ Diese werden unter dem Begriff „Umweltverbund“ zusammengefasst. „Planerisch und verkehrspolitisch ist es das Ziel, den Umweltverbund zu fördern und die Nutzung des eigenen Autos zu reduzieren, um Emissionen im Verkehrssektor zu senken“, ergänzt Schäfer.

360 Grad-Foto vom Campus

Ziel des Forschungsprojekts war es, den benannten Umweltverbund über spielerische Ansätze zu fördern. Die App hat hierzu zuerst das Mobilitätsverhalten der Nutzer/-innen über automatische Aktivitätserkennung via GPS und Smartphone-Sensorik ermittelt. Erfasst wurde dabei, wann und wo  die über 40 Testprobandinnen und -probanden mit welchen Verkehrsmitteln wohin unterwegs waren. Die gesammelten Daten wurden den Nutzerinnen und Nutzern in der App visualisiert und mit durchschnittlichen CO2-Emissionswerten verknüpft, um das eigene Mobilitätsverhalten zu verdeutlichen. Durch die Verwendung von spielerischen Elementen in Kombination mit typischerweise nicht‐spielerischen Tätigkeiten, sogenanntes „Gamification“, war es das Ziel, den Nutzerinnen und Nutzern der App anhand einer vorgegebenen Bewertungsstruktur eine Handlung oder einen Prozess durch Belohnungen attraktiver zu machen und sie zu motivieren, diese zu wiederholen. Konkret wurden die in der App automatisch erfassten Verkehrsmittel unterschiedlich bepunktet. So wurden die umweltfreundlichen Verkehrsmittel höher bepunktet, als zurückgelegte Strecken mit dem Auto. Mit ortsbasierten Mini‐Spielen, beispielsweise an Haltestellen, durften die Personen ihre körperliche und geistige Aktivität zudem unter Beweis stellen. In Ranglisten konnten sich die Nutzerinnen und Nutzer vergleichen.

Frankfurter Zukunftskongress 2020 – frische Ideen angewandt!

„Frische Ideen angewandt“ bedeutet, Theorie und Praxis zusammen zu bringen und über Bereichsgrenzen hinweg zu diskutieren. In unseren Denkräumen passiert genau das: Austausch und Zusammenarbeit statt Frontalunterricht. Unternehmensvertreter/-innen und Wissenschaftler/-innen diskutieren gemeinsam mit den Teilnehmenden zu u.a. folgenden Themen:

  • Wachstum durch Glasfaser
  • New Work
  • Corporate Social Responsibility
  • Grüne Mobilität

Eröffnet wird der Kongress mit der Keynote von Richard David Precht. Am Nachmittag folgt ein Science Slam von Franca Parianen. Davor und danach können Sie sich zwei Denkräume aussuchen. Die Frankfurt University of Applied Sciences liefert die praxistaugliche Theorie. Unternehmen und andere Organisationen liefern die Praxis und Sie als Teilnehmende liefern die Fragen und nehmen umsetzbare Ideen und Lösungen mit nach Hause.

Die Teilnahmegebühr für den eintägigen Kongress beträgt 290,- Euro.

Veranstalter des Kongresses sind die Frankfurt University of Applied Sciences und die Agentur Mandelkern Marketing & Kommunikation.

Weitere Informationen und Anmeldung:

zum Frankfurter Zukunftskongress 2020

Statement zum Brexit

Auch nach dem heutigen Brexit werden wir unsere britischen Kooperationen und Partnerschaften fortsetzen.

Am Freitag, den 31. Januar, wird Großbritannien die Europäische Union verlassen. Vor zwei Tagen hat das Europäische Parlament in einer gemeinsamen Abstimmung das Austrittsabkommen beschlossen. Der heutige Brexit hat zunächst keine Auswirkungen auf Visabestimmungen oder die Durchführung von Mobilitäten unter Erasmus+. Dies gilt für eine Übergangszeit bis Ende dieses Jahres. In dieser Übergangsphase finden Verhandlungen statt, in denen die zukünftige Form der Zusammenarbeit festgelegt wird.

Die Frankfurt University of Applied Sciences mit ihrem internationalen Campus im Herzen Europas steht für europäische Werte und länderübergreifende Zusammenarbeit. Deshalb werden wir daran arbeiten, unsere britischen Kooperationen und Partnerschaften auch in Zukunft wie gewohnt fortzusetzen. Wir werden unsere Wissenschaftler/-innen und Mitarbeitenden weiterhin ermutigen, die langjährigen und vertrauensvollen Beziehungen zu pflegen und auszubauen. Unsere Studierenden werden auch in Zukunft zu Auslandsaufenthalten an unseren britischen Partnerhochschulen motiviert und wir freuen uns, Wissenschaftler/-innen und Studierende unserer britischen Partner in Frankfurt willkommen zu heißen.